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| Harninkontinenz ist ein weit verbreitetes Problem. Gemeinsam mit Ihrem Arzt können Sie es lösen. |
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Wissenswertes über die Harninkontinenz
Wie viele Menschen sind davon betroffen?
Viele
Millionen Frauen in ganz Europa leiden an Harninkontinenz. Einfach gesagt bedeutet Harninkontinenz die fehlende Kontrolle
über jene Muskelgruppen, die den Urin zurückhalten können. Inkontinenz hat großen Einfluss auf die eigene Lebensqualität,
da sie den Aktionsradius der Betroffenen einschränkt und sie stark verunsichert. Die gute Nachricht jedoch lautet, dass mit
der geeigneten Behandlung das Problem behoben werden kann.
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Von welcher Art von Harninkontinenz bin ich betroffen? - Belastungsinkontinenz
(auch „Stressinkontinenz"):
Urin wird während körperlicher Belastung verloren, wie z. B. beim Husten, Niesen, Lachen oder
Heben - Dranginkontinenz:
Der Harndrang setzt sehr stark und plötzlich ein, oft ist er dann nicht mehr beherrschbar. - Mischinkontinenz:
Hier
treten die Symptome von Belastungs- und Dranginkontinenz gemischt auf.
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Die optimale Behandlungsweise hängt von der bei Ihnen vorliegenden Art
der Inkontinenz ab. Diese Patienteninfo beschäftigt sich mit Belastungsinkontinenz, von der Frauen am häufigsten betroffen
sind. Ihr Arzt wird Ihnen die Art Ihrer Inkontinenz, die Ursachen sowie die beste Behandlungsweise gerne erläutern. Was
ist Belastungsinkontinenz?
Belastungsinkontinenz ist die häufigste Ausprägung der Harninkontinenz und bezeichnet
den unwillkürlichen Urinverlust bei Druck (= Belastung) aus Richtung des Bauches, wie z. B. beim Husten, Niesen, Lachen oder
Heben.
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Was löst Belastungsinkontinenz aus?
Es kann Frauen
jeden Alters treffen – von jungen Müttern über Frauen in den Wechseljahren bis hin zu älteren Damen. Belastungsinkontinenz
ist jedoch nicht unvermeidbarer Bestandteil des Älterwerdens, sondern kann eine Vielzahl von Gründen haben:
- Schwangerschaft
und Geburt
Während der Schwangerschaft und der Geburt dehnen sich die Muskeln und Sehnen im Becken der Frau, was
sich durch das Älterwerden unter Umständen bis zur Belastungsinkontinenz verstärken kann. - Schwere körperliche
Arbeit
Dauernde große Kraftanstrengungen belasten den Bereich des Beckens zusätzlich und können bei bereits geschwächten
Muskeln und Sehnen ebenfalls zur Inkontinenz führen. - Hormonschwankungen während der Wechseljahre
Während
der Wechseljahre verändert sich der Hormonhaushalt einer Frau. Hierdurch können Muskelfasern ebenfalls geschwächt und damit
die Entwicklung einer Belastungsinkontinenz begünstigt werden. - Vorangegangene gynäkologische Operationen
Bestimmte
gynäkologische Eingriffe können die Gesamtkraft der Muskulatur im Becken und um die Harnröhre beeinträchtigen. Das kann bei
Frauen zu Schwierigkeiten führen, bei Druck auf die betroffenen Muskeln den Urin zurückzuhalten.
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Welche Behandlungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung?
In
Abhängigkeit von der bei Ihnen vorliegenden Schwere der Inkontinenz sowie Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand wird Ihr Arzt
Sie bei der Wahl der geeigneten Behandlung beraten.
Beckenbodentraining
/ Verhaltenstherapie Bestimmte Übungen können dabei helfen, die beim Urinieren beanspruchten Muskelgruppen zu
steuern und zu stärken. Medikamentöse Behandlung Zumeist
gibt es keine wirksamen Medikamente zur Behandlung der Belastungsinkontinenz, weshalb die Verordnung von Medikamenten üblicherweise
eher bei anderen Inkontinenzarten in Frage kommt. Aufquellende Wirkstoffe
(„bulking agents“) Der Wirkstoff (z. B. Kollagen) wird in das Gewebe um die Harnröhre eingespritzt, quillt dort
auf und verschließt damit die Harnröhre so weit, dass kein Urin mehr unwillkürlich austreten kann. Dies kann wirksam bei Frauen
sein, die für einen chirurgischen Eingriff nicht in Frage kommen. Chirurgischer
Eingriff Der Eingriff hilft, die natürliche Körperfunktion des Harntraktes wieder herzustellen. Dies geschieht
heutzutage meist minimal invasiv und bietet zuverlässige, andauernde Erfolgsergebnisse bei geringem Komplikationsrisiko.
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Die Kontinenzschlinge
Ein wirkungsvoller und weit verbreiteter
Ansatz zur chirurgischen Wiederherstellung von Kontinenz ist das Implantieren einer Kontinenzschlinge. Man versteht darunter
ein schmales Band, welches der Arzt wie eine Hängematte unter der Harnröhre platziert, um das natürliche Gewebe zu unterstützen.
Die so eingesetzte Schlinge wirkt dabei als Widerlager, hält die Harnröhre an Ort und Stelle und beugt dem Urinverlust vor.
Align* Urethrales Harnröhrenstützsystem
Das Align* System beinhaltet eine synthetische Schlinge
aus Netzmaterial, einzigartig gestrickt für außergewöhnliche Stabilität und Haltbarkeit. Damit gewährleistet es das Maß an
Unterstützung, welches nach der Implantation benötigt wird. Nach der Einlage verankert sich die Align* Schlinge selbst im
Gewebe; weitere Nähte o. ä. werden nicht benötigt. Das eigene Gewebe beginnt schon nach wenigen Tagen in die Maschen der Schlinge
einzudringen und mit ihm zu verwachsen.
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Der Eingriff
Ihr Arzt bespricht mit Ihnen seine Wahl der
Narkose. Das Einsetzen der Schlinge dauert zumeist etwa 30 Minuten. Da es sich um einen minimal invasiven Eingriff handelt,
ist nur ein kleiner vaginaler Schnitt sowie zwei weitere winzige Schnitte entweder an den inneren Oberschenkeln oder am Unterbauch
notwendig.
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Nach dem Eingriff
Sie werden kurze Zeit nach dem Eingriff
wieder nach Hause gehen können. Da die Hautschnitte sehr klein sind, sollten sie schnell verheilen. Ihr Arzt wird Sie wahrscheinlich
darüber aufklären, dass Sie über einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen hinweg Geschlechtsverkehr, schweres Heben oder andere
besondere Beanspruchungen meiden sollten. Wie jeder andere chirurgische Eingriff auch birgt die Schlingen-Implantation mögliche
Risiken. Wenn auch nicht oft, so kann es doch zu einer Verletzung der Blase kommen, zu Schwierigkeiten beim Urinieren oder
einer Infektion. Bitte lassen Sie sich von Ihrem Arzt über alle möglichen Risiken aufklären.
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Welches Ergebnis können Sie erwarten?
Über Jahre hinweg
konnten beeindruckende Ergebnisse der Schlingenimplantation dokumentiert werden. Hunderttausende Patientinnen auf der ganzen
Welt wurden mit einer Schlinge versorgt und sind laut Studien mit einer Wahrscheinlichkeit von 85% nach dem Eingriff kontinent.
Dennoch hat jede Patientin ihre eigene Krankheitsgeschichte – Ihr Arzt wird Ihnen mitteilen, welche individuelle Erwartung
Sie haben können.
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| Die Informationen auf dieser Seite können keinen Ersatz für eine professionelle medizinische Versorgung darstellen. Nur
Ihr Arzt kann eine Diagnose stellen und Ihre Symptome in angemessener Weise behandeln.
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